Was bringt KB5124008?
Microsoft hat am 8. September 2026 das monatliche Sicherheitsupdate KB5124008 für Windows 11 24H2 und 25H2 veröffentlicht.
Das Update enthält zahlreiche Sicherheitsverbesserungen und hebt Windows 11 24H2 auf Build 26100.9445 und Windows 11 25H2 auf Build 26200.9445.
Neben den Sicherheitskorrekturen bringt KB5124008 auch verschiedene Verbesserungen für Windows 11:
- Erweiterte Verteilung neuer Secure-Boot-Zertifikate
- Behebung von Problemen mit benutzerdefinierten Mauszeiger-Einstellungen
- Behebung eines Fehlers, durch den der Desktop-Hintergrund auf einigen Geräten schwarz erscheinen konnte
- Behebung von Abstürzen von Microsoft Teams und Outlook auf ARM64-Geräten
- Verbesserungen bei der Audio-Weiterleitung über Remote Desktop
- Verbesserungen bei der Diagnose von OMA-DM-Verbindungsproblemen
Das Update ist damit vor allem ein wichtiges Security-Update. Gleichzeitig wurden nach der Veröffentlichung mehrere Probleme bekannt, die insbesondere bestimmte Unternehmens-, Remote-Desktop- und Virtualisierungsumgebungen betreffen.
Welche Probleme sind inzwischen bekannt?
Nach der Veröffentlichung von KB5124008 wurden mehrere Probleme gemeldet. Einige davon wurden inzwischen von Microsoft offiziell als Known Issues bestätigt.
Die bekannten Probleme betreffen vor allem spezielle Unternehmens- und Virtualisierungsumgebungen. Dazu gehören unter anderem Remote Desktop Services, bestimmte USB-Audiogeräte sowie Hyper-V- und WSL-Szenarien.
Daneben gibt es Berichte über Probleme in Citrix- und FSLogix-Umgebungen. Auch Schwierigkeiten mit Always On VPN wurden von Administratoren gemeldet. Letzteres ist derzeit von den offiziell bestätigten Microsoft-Problemen zu unterscheiden.
Für normale Windows-11-PCs gibt es weiterhin keine Hinweise darauf, dass eine allgemeine Fehlerwelle alle Systeme betrifft.
Probleme mit Citrix und FSLogix
Kurz nach der Veröffentlichung von KB5124008 meldeten einige Administratoren in Citrix-Umgebungen ein auffälliges Problem: Nach der Anmeldung bleibt der Bildschirm teilweise schwarz, weil explorer.exe nicht automatisch gestartet wird.
Betroffen sind laut den bisherigen Berichten unter anderem Umgebungen mit Citrix Virtual Apps and Desktops, Citrix UPM und FSLogix Profile Containers.
In einigen Fällen lässt sich die Sitzung wiederherstellen, indem explorer.exe manuell gestartet wird.
Wichtig: Das Problem betrifft nach den bisherigen Berichten nicht alle Windows-11-Geräte, sondern vor allem bestimmte Unternehmens- und Virtualisierungsumgebungen.
Die genaue Ursache ist weiterhin nicht abschliessend geklärt. Unternehmen mit Citrix- oder FSLogix-Umgebungen sollten das Verhalten nach der Installation daher besonders genau beobachten.
Weitere Probleme: RDS, USB-Audio und Hyper-V
Neben den Berichten aus Citrix-Umgebungen hat Microsoft inzwischen weitere Probleme im Zusammenhang mit dem September-Update bestätigt.
Remote Desktop Services: In bestimmten Umgebungen können nach der Installation von KB5124008 Probleme mit Remote Desktop Services (RDS) auftreten. Dazu gehören unter anderem Verbindungs- und Anmeldeprobleme sowie Sitzungen, die nach einiger Zeit nicht mehr reagieren. In einzelnen Fällen können auch Komponenten wie der Datei-Explorer oder die Microsoft Management Console betroffen sein.
USB-Audiogeräte: Bei bestimmten USB Audio Class 1.0-Geräten kann es nach dem Update zu Problemen mit der Audioausgabe kommen. Das Gerät wird möglicherweise nicht korrekt gestartet oder Windows meldet einen entsprechenden Gerätefehler.
Hyper-V und WSL: In bestimmten Konfigurationen können gemeinsam genutzte Windows-Ordner innerhalb von Linux-Umgebungen beziehungsweise virtuellen Maschinen nicht wie erwartet verfügbar sein. Betroffen sind Szenarien mit Hyper-V, WSL und der Plan9-basierten Ordnerfreigabe.
Always On VPN: Zusätzlich gibt es Berichte von Administratoren über Probleme mit Always On VPN. In betroffenen Umgebungen kann die VPN-Verbindung nach der Installation des Updates fehlschlagen. Dieses Problem sollte derzeit jedoch als Nutzer- beziehungsweise Administratorenbericht betrachtet werden, solange keine offizielle Bestätigung durch Microsoft vorliegt.
Secure Boot: Neue Zertifikate werden verteilt
Ein weiterer wichtiger Punkt des September-Updates betrifft Secure Boot.
Die bisher verwendeten Secure-Boot-Zertifikate beginnen seit Juni 2026 auszulaufen. Microsoft verteilt deshalb schrittweise neue Zertifikate an geeignete Windows-Geräte.
KB5124008 erweitert dabei die automatische Verteilung der neuen Zertifikate auf weitere Geräte.
Für Unternehmen ist es deshalb wichtig, die Secure-Boot-Konfiguration der Geräte im Blick zu behalten und sicherzustellen, dass die Systeme für die Umstellung vorbereitet sind.
Soll man KB5124008 installieren?
Grundsätzlich ja, aber mit Vorsicht in Unternehmensumgebungen. Das Update enthält wichtige Sicherheitskorrekturen und sollte nicht dauerhaft aufgeschoben werden.
Für normale Windows-11-PCs gibt es derzeit keine Hinweise auf eine allgemeine Fehlerwelle. Gleichzeitig sind inzwischen mehrere konkrete Probleme bekannt, die bestimmte Hardware- und Unternehmenskonfigurationen betreffen.
Unternehmen mit Citrix, FSLogix, Remote Desktop Services, Hyper-V oder virtuellen Windows-Desktops sollten das Update daher zunächst kontrolliert testen, bevor es breit ausgerollt wird.
Nach der Installation sollten insbesondere die Anmeldung, Benutzerprofile, Remote-Desktop-Verbindungen, der automatische Start von explorer.exe sowie USB-Audiogeräte überprüft werden.
Auch VPN-Verbindungen und virtuelle Linux-/WSL-Umgebungen sollten bei entsprechendem Einsatz getestet werden.
Fazit
KB5124008 ist ein wichtiges September-Sicherheitsupdate für Windows 11 24H2 und 25H2. Microsoft schliesst damit zahlreiche Sicherheitslücken und verbessert gleichzeitig verschiedene Funktionen des Betriebssystems.
Inzwischen sind mehrere bekannte Probleme dokumentiert. Dazu gehören unter anderem Probleme mit Remote Desktop Services, bestimmten USB-Audiogeräten und Hyper-V-/WSL-Umgebungen. Zusätzlich gibt es Berichte über schwarze Bildschirme beziehungsweise einen fehlenden Start von explorer.exe in bestimmten Citrix- und FSLogix-Umgebungen.
Für Privatanwender ist das Update grundsätzlich weiterhin zu empfehlen. Unternehmen sollten vor einem breiten Rollout jedoch ihre spezifische Umgebung testen und insbesondere Remote-Desktop-, Virtualisierungs-, Profil- und VPN-Szenarien überprüfen.
Wir beobachten die weitere Entwicklung und mögliche zusätzliche offizielle Stellungnahmen von Microsoft und Citrix.