Passwörter als Risiko
Kompromittierte Zugangsdaten und Passwörter gehören zu den grössten Sicherheitslücken in Unternehmen. Dieser Artikel zeigt, warum klassische Passwortregeln nicht mehr ausreichen.
Kompromittierte Zugangsdaten und Passwörter gehören zu den grössten Sicherheitslücken in Unternehmen. Dieser Artikel zeigt, warum klassische Passwortregeln nicht mehr ausreichen.
Über 80 % aller erfolgreichen Cyberangriffe beginnen mit kompromittierten Zugangsdaten.
Dabei handelt es sich in den seltensten Fällen um hochkomplexe Hackerangriffe. Viel häufiger sind wiederverwendete Passwörter, zu kurze oder einfache Kennwörter, fehlende Mehrfaktor-Authentifizierung, Phishing-Mails oder geleakte Zugangsdaten aus Drittplattformen der entscheidende Auslöser. Bereits ein einziges kompromittiertes Passwort kann ausreichen, um E-Mail-Konten zu übernehmen, Cloud-Daten abzugreifen, interne Systeme zu infiltrieren oder sogar einen Ransomware-Angriff auszulösen.
Ein Mitarbeitender nutzt dasselbe Passwort für:
Nach einem externen Datenleck tauchen die Zugangsdaten im Darknet auf.
Automatisierte Bots testen diese Kombinationen – erfolgreich.
➡ Innerhalb weniger Minuten erhalten Angreifer Zugriff auf Unternehmensdaten.
➡ Der Angriff bleibt oft tagelang unbemerkt.
Viele Unternehmen setzen noch immer auf Regeln wie:
Das Problem:
Diese Regeln erhöhen nicht automatisch die Sicherheit, sondern führen oft dazu, dass Mitarbeitende:
Sicherheit entsteht nicht durch Komplexität – sondern durch Systeme und Prozesse.
Unternehmen ohne moderne Passwortstrategie riskieren:
Besonders kritisch:
Admin-Konten, E-Mail-Zugänge und Cloud-Accounts.
Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA)
Ein Passwort allein reicht nicht mehr.
MFA reduziert das Risiko kompromittierter Accounts um über 99 %.
Passwort-Manager
Zentrale, sichere Verwaltung von Zugangsdaten:
Zero-Trust-Prinzip
Jeder Zugriff wird überprüft – unabhängig davon, ob er intern oder extern erfolgt.
Monitoring & Erkennung
Ungewöhnliche Login-Versuche, Standorte oder Zeiten müssen automatisch erkannt und blockiert werden.
„Das Problem sind nicht die Passwörter selbst – sondern der falsche Umgang damit.“
— DAP IT-Solutions, Cyber Security Team
Viele Angriffe wären vermeidbar, wenn Passwortsicherheit als Prozess und nicht als Pflichtregel verstanden würde.
MFA ist heute kein Extra mehr – sondern Mindeststandard.
Unternehmen sollten:
Für schweizerische Firmen, die EU-Kundschaft haben, ergeben sich Risiken:
Bussgelder (DSGVO)
Abmahnungen und Klagen
Vertrauensverlust
Unterbrechung der Geschäftsprozesse
Viele Firmen sind überrascht, wie schnell sie in die DSGVO-Pflicht rutschen – selbst ohne Sitz in der EU.
Der KI-Markt wächst schnell, aber nicht jede Lösung ist sauber implementiert.
Besonders problematisch sind:
intransparente KI-Datenflüsse
fehlende AV-Verträge
fehlende Offenlegung der KI-Dienstleister
Nutzung US-basierter Systeme ohne Rechtsgrundlage
DAP IT-Solutions beobachtet einen klaren Trend:
Je stärker Kommunikation automatisiert wird, desto häufiger entstehen Datenschutzfehler.
Passwörter sind kein Relikt –
sie sind nach wie vor ein zentraler Sicherheitsfaktor.
Doch:
Nicht die Länge eines Passworts entscheidet,
sondern das Zusammenspiel aus Technik, Transparenz und Kontrolle.
Wer Passwörter isoliert betrachtet, verliert.
Wer sie in eine ganzheitliche Sicherheitsstrategie einbettet, gewinnt.

Cloud in Europa: Kein Schutz vor US-Zugriff